In diesem Eintrag fasse ich die gesamte Reise nach Grindavik (guck ma auf die Karte wo wir lang gegangen sind) und auch wieder zurück zu zusammen.
Was genau wir auf dem Weg alles gesehen und erlebt haben könnt ihr hier lesen. Das wird ein ziemlich langer Eintrag, solltest du den Faden verlieren oder nicht in einem rutsch alles lesen können, dann tut mir das leid. Nichts desto trotz hoffe ich, dass du unsere Reise mit Spaß verfolgen kannst.
Wir haben einen Platz in Grindavik zum arbeiten – zumindest denken wir das – also laufen wir los. Der erste Tag ist hart und der Rucksack wiegt bestimmt 100 Kilo oder mehr. Also machen wir schön viele Pausen. Trotz dem wir um 5 Uhr erst losgegangen sind schaffen wir heute noch die 10 km Marke. Glücklich darüber, dass wir es soweit geschafft haben, schlagen wir unser Zelt in einem kleinen Park am Rande der Stadt auf und genießen noch etwas den Abend.
Nach dem aufwachen packen wir zusammen und genießen erstmal bei einem sehr ausführlichen Frühstück das Wetter. Heute steht eine größere Tour an, wir wollen die 20 km schaffen. Wunderschönes Wetter begleitet uns und wir sehen keine Ausläufer der Stadt mehr.
Die Sonne lächelt uns an und so machen wir erstmal ein Nickerchen auf dem herrlich weichen Moos. Der Weg (es gab keinen richtigen Weg…) führte uns zu einem Summer-Camp für Grundschulkinder mitten im Nirgendwo. Haha langer Weg kurze Geschichte zwei Kinder sind da gelandet wo sie hinwollten. Wir versetzen uns in die Kindheit zurück und befinden uns plötzlich in einem Piratenabenteuer, dabei genießen die tolle Landschaft.
Wir haben aber die 20 km noch nicht geschafft, so dass wir weiter gehen. Erik findet das irgendwann nicht mehr so lustig und braucht noch mehr Pausen als am ersten Tag (man muss dazu sagen, dass wir quer-Feld-ein über eine riesige Lava-Mond-Landschaft gelaufen sind und dass auch echt anstrengend war).
Übernachtet haben wir kurz vor dem National Park Reykjanesfólkvangur, der auch eins der UNSECO Weltkultureben ist. Über ein paar Berge hin zu dem See Kleifarvatn.
Am See entlang gehen wir weiter und stoßen auf eine große Filmcrew. Die eigentlich sehr enge Straße ist vollgepackt mit Catering, Garderobe und anderen Film Equipment. Auf eine Toilette müssen wir nicht desto trotz weiterhin warten, da wir ihre nicht benutzen dürfen…
Schon Tag 4 von unserer langen Wanderung und es stehen noch 33km vor uns. Ihr so: „Pff das lauf ich zum warm werden vor dem Training“ Ich so: „Ja, also zwei Tage brauchen wir dafür schon noch“. Gesagt getan der letzte Tag vor erreichen der Stadt ist somit eingeleitet.
Durch das sehr schlechte Wetter stehen wir schon kurz davor unsere Reise in ein (hoffentlich für uns anhaltende) Auto zu verlegen.
Der Retter in der Not ist ein Abfluss Rohr, welches zum Glück nur im Frühling, wenn der Schnee schmilzt unter Wasserstrom steht.
Die stürmische Nacht macht den Ort den wir, bedingt unserer Lust weiter zu laufen, abends gewählt haben nicht besser. Zum Glück sind es nur noch 8km bis nach Grindavik, die sich sehr angenehm gehen lassen. Kurz vor der „Stadt“ finden wir einen alten Steinbruch mit zurückgebliebenen Maschinen, die erstmal erkundet werden.(%%%)
Angekommen in Grindavik nutzen wir die erste Gelegenheit um eine heiße Schokolade zu genießen.
Grindavik ist ein kleines Dorf, mit einer im Verhältnis mäßig großen Industrie (größtenteils Fisch). Mit etwas über 1 700 Einwohner jedoch für uns Deutsche winzig (alles was kleiner ist als Buchholz ist winzig). Der Weg war insgesamt 81 km lang und das eigentliche Erlebnis dieser Reise. Die eine Woche die wir nun hier gearbeitet haben ist nicht der Rede wert und bekommt nur die Bemerkung, dass Fisch stinkt aber lecker ist.
Der Rückweg steht an. Wir haben uns dazu entschieden nur einen Teil bis zur blauen Lagune zu gehen und dort dann eine Möglichkeit zum Mitfahren zu suchen. Der Weg ist nicht weit und wir brauchen nicht viel länger als 3 Stunden bis zur blauen Lagune. Auf dem Weg kommen wir an einem kleinen Wald vorbei der uns bei dem schönen Wetter etwas Schatten spendet Die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit stellt sich allerdings als sehr schwer heraus.
Nach einer Stunde Leute ansprechen geben wir auf und machen uns wieder zu Fuß, mit dem Daumen raus, auf den Weg. Nicht sehr lange und wir haben unser verdientes Glück zurück. Ein deutsches Pärchen, welches leider zum Flughafen fährt(bisschen falsche Richtung), nimmt uns mit. Das bringt uns allerdings schon sehr viel weiter. Die große Verbindungsstraße vom Flughafen nach Reykjavik ist erreicht und von hier an geht´s sehr schnell nach Reykjavik.
Back into the hood.


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