Montag, 30. Juli 2018

Tag 1 - Wellen und Berge

Karte von Island Tag 1

            

                  Tag 1 

Erneut durch den Süden aber diesmal mit Arthur. Schlechtes Wettern verfolgt uns fast den ganzen Tag, was uns aber nicht vom erkunden der Landschaften abhält.

Schwarzer Strand in Reynisfjara


Wir suchen eine Platz für unser Zelt, am besten schonend für den Geldbeutel, dafür umso aufregender für die Augen. Da wir wieder in der heißen Lagune waren, wollten wir uns waschen und duschen, also muss ein Campingplatz her.
Nachdem wir in Vík waren und uns der Platz dort nicht gefallen hat, fahren wir weiter in die Berge rein - und fahren - und fahren. Bis wir ankommen, an einem herrlichen Campingplatz, mitten in den Bergen. Zum Glück haben wir noch funktionierende Stoßdämpfer :D

Nächster Tag und los geht´s: frühstücken, Zelt einpacken und dann ab an den Schlaglöchern vorbei wieder zur Küste.








Sonntag, 29. Juli 2018

Die Reise durch Island startet !

Nach langem Kontakt mit Arthur ist es soweit: wir treffen ihn in einem Café in Downtown. Kurzes beschnuppern und festlegen auf Auto, Route und Zelt. Morgen früh um 8 soll es los gehen.

Das ist Arthur:  Facebook / Instagramm



Arthur kommt aus Brasilien, hat in u.a. in Norwegen Management studiert und als Manager in Sao Paulo gearbeitet. Da Reisen aber einfach schöner ist, hat er sich ein Jahr Auszeit genommen und ist über Spanien, Kroatien und viele andere Länder zu uns nach Reykjavík gekommen. Er wird seine Reise nach London und von da aus Singapur weiterverfolgen. 

Als Auto haben wir einen wunderschönen Toyota i10 genommen. 

Geplante Route


Also ab mit einer Keksdose und dem Vergessen des 7:1 durch Island.

Sonntag, 15. Juli 2018

Über heiße Quellen und Wasserfälle

Inmitten der Berge an der Südküste Islands hinter dem Ort Hella wartet eine gerade zu Idyllische heiße Quelle darauf von mir und Erik um 3 Uhr nachts besucht zu werden. 
Als wir von Hakón, unserem AirBnB Besitzer und durch X-Wege fast Verwandten von mir, für "The ugliest car of Iceland" (seine Worte) die Schlüssel bekommen fahren wir los - zur Tanke - weil - Auto leer. Den Namen hat das Auto nicht unverdient muss angemerkt sein! Jedoch wird dazu zu passender Zeit ein eigener Blog Eintrag kommen.



Durch Regen und Nebel müssen wir fahren um zum Parkplatz des Seljavallalaug zu kommen. Einem Naturbad inmitten eines Gebirges, welches durch mehrere heiße Quellen gefüllt wird. 

Nach einem langen gemütlichen Bad machen wir uns bereit für den Rückweg zum Parkplatz, der durch einen Fluss und eine kleine hügelige Landschaft führt. Einen richtigen Weg gibt es nicht zur heißen Quelle.


Die Uhr im Auto sagt uns das wir schon 3 Uhr haben und so fühlen wir uns auch. Schlapp und gerade so fähig zum Autofahren, folgen wir dem Navi Richtung Skogafoss. Angekommen sind wir uns einig, dass es sich gelohnt hat erst in die falsche Richtung zu fahren.




Es ist mittlerweile 5:30 Uhr und wir laden unser Gepäck aus - gehen die Treppen hoch und fallen ins Bett. 



Ende der Geschichte Erik und ich haben beide eine Erkältung...



Das Gebirge Esja und der Steinn

"Daumen raus, jemand nimmt euch schon mit", Vorstellung wird Realität und es dauert keine 10 min (natürlich an der best möglichen Stelle, weil wir sind ja Tramping-Profis) und schon hält ein junger Mann mit einem etwas heruntergekommenen blauen Subaru Kombi neben uns an. Eigentlich muss er nur die Hälfte des Weges fahren sagt er, aber nach dem wir an seiner Ausfahrt vorbei gefahren sind lacht er und meint, dass er uns bis zum Parkplatz des Berges bringt.

Auch wenn sich Meinungen streiten finde ich man kann offen über Karma reden/schreiben und möchte hier anbringen, dass er damit wahrscheinlich viel positives Karma gesammelt hat.

Wir wandern den Berg hoch und kurzen Dank an meine Trainer die mich schon immer auf diesen Moment vorbereiten haben - Naja oder es zumindest versucht haben...
Durchtrieft kommen wir am Steinn an, eine Aussichtsplattform die sich auf 597m befindet und den Namen durch einen großen Stein in der Mitte hat (sehr kreativ diese Isländer). Erik muss das natürlich noch toppen und klettert die restlichen 183m bis zur lokalen Spitze (Varða - 780m) hoch.

Links: Die Aussicht auf Reykjavík und den umliegenden Gebirgszug
Rechts: Eine Zeitraffer Aufnahme der Wolken, die uns auf unserem Weg nach oben erst die Sicht verwährt haben



Auf einem anderem Weg gehen wir wieder zum Fuß des Berges auf den Parkplatz und finden schnell jemanden der den ersten Teil der 22km bis nach Reykjavík mitnimmt. Auf einem KFC Parkplatz lässt er uns raus und fährt davon. Gestrandet zwischen leeren KFC-Buckets und Menschen die ähnliche Statur haben versuchen wir nach Reykjavík zu kommen. Es dauert eine Weile, schlussendlich sind wir aber wieder erfolgreich.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Überraschender Fund

Eigentlich hatte ich den gestrigen und den heutigen Tag zusammen fassen wollen und es sind auch lustige Sachen passiert ABER dann haben wir dieses viel zu tolle Künstler-Haus-Lebenswerk entdeckt, welches man nirgendwo auf einer Karte oder in einem Reiseführer findet?
Auch andere deutsche Touristen, die wir dort trafen waren erstaunt, dass sie dieses riesen Kunstwerk gefunden haben, obwohl nichts dazu bekannt ist. Auch nach längerer Recherche im Internet und Fragen an unsere Isländischen Mitbewohner, kann uns keiner genau sagen was das ist.
Auf Google Maps gibt es ein paar Fotos unter dem Namen "Hidden Workshop" , jedoch auch keine Infos.

Auf schwarzen Schildern mit gelbem Rand erfahren wir, dass es sich um eine Art Museum oder Erzählung der nordischen Götter handelt. Verteilt auf dem Gelände sind immer wieder Skulpturen aus Metall und anderen Werkstoffen mit weiteren Schilder, die jeweils beschreiben um welchen Gott es sich handelt.

Hier sind ein paar Videos die wir dort gemacht haben:



Das zweite Video haben wir auf dem Weg zum Hidden Workshop gemacht. Es zeigt die Skyline von Reykjavík Downtown und die kleine Insel Engey, sowie die größere Insel Viðey mit einem kleinen Gebirge.



Wer mehr über die nordischen Götter weiß, oder uns zumindest sagen kann, wie viele es gibt kann das gerne in die Kommentare schreiben :D

Mittwoch, 11. Juli 2018

Ankommen in einer zeitlosen Welt


Irgendwo in Terminal 2 zwischen Subway und dem Bäcker entsteht ein kleiner Fluss. Wir verabschieden uns von unseren Familien und gehen durch die Sicherheitskontrolle, immer noch nicht klar was aus uns wird oder was uns erwartet, aber dafür den ersten und auch härtesten Schritt hinter uns: Familie zurücklassen.

Nach einem Flug mit Beinfreiheit für einen Storch, kommen wir in einem wunderschönen Flughafen an. Vieles ist mit Holz ausgekleidet und man hat ein sehr angenehmes Licht in den Hallen und Gängen. Noch sind wir nicht die Weltenbummler die wir einst sein wollen, nichts desto trotz führt dieser Flughafen unsere „Liste der Flughäfen an denen man auch mal ein paar Tage warten kann“ an.

Kurzer Blick auf den Wechselkurs, aber die Stimmen im Kopf, die schreien bloß nicht am Flughafen wechseln lassen uns weitergehen. Raus aus dem Getummel und rein in die Kälte. Angenehm kalte und sehr frische Luft durchströmt uns und wir fühlen uns zum ersten Mal angekommen.

Der Weg nach Island soll nicht zu teuer werden, also werden wir kreativ nehmen einen alten Papp-Karton aus dem Müll uns schreiben in schönster Schrift, mit Sonnen und Smileys verziert Reykjavík drauf. Das Erspähen des Ausgangs bestimmt das erste Ziel und so geht’s los.

Wir finden jedoch (auch ohne Schild) drei mäßig willige Männlein die uns in ihrem gemieteten Japaner mitnehmen wollen. Ein kurzer Halt bei Dominos auf halber Strecke macht uns alle glücklicher und so fahren wir an der ersten von Vulkanismus geprägten Landschaft vorbei und kommen nicht mehr aus dem Staunen raus.

Ankommen heißt ausschlafen, aber wir sehen nicht annähernd die Nacht. In den Sommermonaten ist es den ganzen Tag hell, so dass zwar die Dämmerung beginnt aber statt der Nacht wieder ein Tag folgt. Eigentlich perfekt um alles zu sehen.

Die unendliche Geschichte beginnt mit dem unendlichen Tag


Meine neue Uni und das Meer

Die erste Tour mit dem Van durch die Natur steht an und wir haben auch ein paar Zwischenziele auf dem Weg nach Boston, der ersten Stadt die ...