Irgendwo in Terminal 2 zwischen Subway und dem Bäcker entsteht
ein kleiner Fluss. Wir verabschieden uns von unseren
Familien und gehen durch die Sicherheitskontrolle, immer noch nicht klar was
aus uns wird oder was uns erwartet, aber dafür den ersten und auch härtesten
Schritt hinter uns: Familie zurücklassen.
Nach einem Flug mit Beinfreiheit für einen Storch, kommen wir in
einem wunderschönen Flughafen an. Vieles ist mit Holz ausgekleidet und man hat
ein sehr angenehmes Licht in den Hallen und Gängen. Noch sind wir nicht die
Weltenbummler die wir einst sein wollen, nichts desto trotz führt dieser
Flughafen unsere „Liste der Flughäfen an denen man auch mal ein paar Tage warten kann“ an.
Kurzer Blick auf den Wechselkurs, aber die Stimmen im Kopf, die schreien bloß nicht am Flughafen wechseln lassen uns weitergehen. Raus aus dem Getummel und rein in die Kälte. Angenehm kalte und
sehr frische Luft durchströmt uns und wir fühlen uns zum ersten Mal angekommen.
Der Weg nach Island soll nicht zu teuer werden, also werden
wir kreativ nehmen einen alten Papp-Karton aus dem Müll uns schreiben in
schönster Schrift, mit Sonnen und Smileys verziert Reykjavík drauf. Das Erspähen des Ausgangs bestimmt das erste Ziel
und so geht’s los.
Wir finden jedoch (auch ohne Schild) drei mäßig willige Männlein
die uns in ihrem gemieteten Japaner mitnehmen wollen. Ein kurzer Halt bei
Dominos auf halber Strecke macht uns alle glücklicher und so fahren wir an der
ersten von Vulkanismus geprägten Landschaft vorbei und kommen nicht mehr aus
dem Staunen raus.
Ankommen heißt ausschlafen, aber wir sehen nicht annähernd
die Nacht. In den Sommermonaten ist es den ganzen Tag hell, so dass zwar die
Dämmerung beginnt aber statt der Nacht wieder ein Tag folgt. Eigentlich perfekt um alles zu sehen.
Die unendliche Geschichte beginnt mit dem unendlichen Tag