Donnerstag, 20. September 2018

Toronto - Lange Straßen, Viel Verkehr

Die erste kanadische Großstadt in meinem Leben. Die Straßen sind ewig lang und schon auf dem Weg nach Toronto rein merken wir, dass der Verkehr hier auf den Highways ein anderes Level hat, als der Verkehr auf deutschen Straßen.
Toronto Hafen, Im Hintergrund der CN Tower
Wir haben in der Zeit, wo wir uns rund um Toronto (GTA: Greater Toronto Area) aufgehalten haben, in ganz verschiedenen Teilen der Stadt gewohnt. Ganz geplant war das nicht, aber hat sich so ergeben und im Endeffekt war es sehr schön so. Noch ist allerdings nicht alles gesehen :D

Auf dieser Karte seht ihr unsere 4 verschiedenen Stationen
KM : Kensington Market
YU: York University
BR: Brampton
BL: Bolton




Nachdem uns David am Kensignton Market abgesetzt hat, und wir unser schickes AirBnB bezogen haben, machen wir uns auf in die City. Kensington Market liegt halb in Chinatown und ist somit Downtown bzw. Old Toronto. Die Straßen hier sind teilweise sehr klein und verschachtelt, obwohl wir direkt in der Innenstadt sind, sind die Häuser nicht höher als 2 Stockwerke, was alles zusammen eine sehr angenehme Atmosphäre schafft. Zwei Tage bleiben wir hier und die werden auch genutzt. Immer wieder machen wir uns auf und erkunden zu Fuß die Stadt.



Der nächste Stop führt uns zur York University, die etwas weiter nördlich liegt. Es sind Frosh Wochen, also Start eines neuen Semesters und dadurch viele Veranstaltungen. Leider könne wir nicht alle von ihnen besuchen, da wir keine YU-Studenten sind. Das Football Spiel lassen wir uns allerdings nicht entgehen. Mit Cheerleader und viel Tam-Tam gewinnen die York-Lions und der Party Abend kann gestartet werden. Eine riesige Party mit Live Auftritt von Big Shaq (Englischer Rapper) bleibt uns leider wieder verwehrt... 



Wieder nach zwei Tagen machen wir uns auf dem Weg in die nächste Wohnung nach Brampton. Brampton ist ein sozial Schwaches Viertel in dem sehr viele Inder wohnen und dadurch auch eine andere Kultur gelebt wird. Leider sind wir hier nur einen Tag geblieben, da wir danach nach Bolton gezogen sind, wo wir zurzeit immer noch wohnen und auch arbeiten.
Am 12. Oktober geht es weiter nach Montreal. Wo genau wir dort wohnen und was wir dort machen ist jedoch noch offen. Aktuell haben wir einige Wwoofing Farmen im Auge, was genau das ist und wo wir laden kommt demnächst.




Sonntag, 16. September 2018

Frisör kann ich selber!





Geld ist immer so eine Sache, 20$ für Bier ist okay aber 20$ für einen Haarschnitt sind uns zu viel. Die Frage ist nur wie die Haare den aussehen sollen.




Unser mobiler Friseursalon hält heute in Huntsville, Ontario. Die Versuchsreihe ist beendet und nach dem recht positiven Ergebnis, bei unserem ersten Stopp in Reykjavik, haben wir uns dazu entschieden mit dem Salon "Schneller Schnitt" auf Reise zu gehen.
Das Equipment von letzten mal (eine Küchenschere) ist ausgetauscht für eine echt Haarschneide Maschine mit Aufsatz von Bernd.

Erik entscheidet sich für einen einfachen Kurzhaarschnitt. Hierzu muss einfach nur überall die gleiche Länge übrig bleiben.
 Das Zwischenergebnis sieht sehr lustig aus. Den Vorschlag seine Haare so zu lassen, statt den letzten Zipfel noch abzuschneiden, schlägt er leider aus, also geht´s weiter.
Noch hat er seine Haare nicht gesehen und weiß nicht was ihn erwarten, oder ob sein Wunsch erfüllt wurde. Nach einem kurzen Bad im See, um die restlichen Haare abzuwaschen, sieht er zum ersten mal seinen neuen Haarschnitt.


Ergebnis zufriedenstellend ?
Der Schnitt ist schnell und einfach gemacht, zudem ist das Styling jeden Morgen leicht erledigt.

Ich möchte meine Löwenmähne nicht ganz verlieren, also entscheide ich mich für einen einfachen Undercut. Hierbei sollen die Seiten auf die gleiche Länge geschnitten werden wie Eriks Kopf, jedoch bleibt oben Drauf die Länge der Haare fast komplett erhalten.
Der Schnitt ist nicht so einfach, wie der vorherige, da die Übergänge gemacht werden müssen. Nichts desto trotz versuchen wir es und haben nach großem Haarverlust eine Halbwegs Akzeptable Frisur. Nur noch die Ohren frei legen und schon sind wir fertig.

Samstag, 15. September 2018

Die Natur von Kanada

Die ersten zwei Wochen konnten wir bei guten Freunden meiner Familie wohnen. 
Natürlich nochmal danke an Bernd und Beate für alles :D


Unser Leben hier beginnt also in einem Trailer,  in der Nähe von nirgendwo in Ontario. Das Wetter ist die ersten Tage leider noch nicht so gut, aber das ändert sich zum Glück bald schon. Der kleine/große See der direkt vor unser Trailertreppe liegt, wird natürlich auch genutzt. Leider verlaufen nicht alle Kanu Touren ganz erfolgreich .







Wenn man uns ansonsten sucht findet man uns auf dem Basketballplatz, der direkt nebenan liegt und zum Campingplatz gehört.




Die Mission zurzeit ist ein Auto zu kaufen und zu versichern. (Achtung Spoiler: Bis heute nicht geschafft) Viele Fahrten zu verschiedenen Orten bringen uns meistens nur neue Probleme statt wirklichen Lösungen. Jeglicher Hoffnungsschimmer in die Richtung, wird immer wieder erstickt, durch Bürokratie oder durch das vom Teufel erschaffene Banken-Geld-System aka Kapitalismus.
Das Highlight bzw. Downlight war das Treffen auf einen in Kanada eingesessenen alt-deutschen (80%-) Nazi, der die Wende in Deutschland (wortwörtlich) nicht mit bekommen hat. Als Migrant in einem neuen Land, über Migranten in seinem Herkunftsland zu schimpfen. AGHHH

-No Offense hier, jeder darf sagen was er will, aber ich darf das halt auch- 


Unser Lebensstil hier ist ähnlich zu dem eines Rentner, aber der geregelte Tagesablauf, frühes Frühstück und Cafe und Kuchen zu Mittag...haben absolut ihre Vorteile. Produktiv und ausgeschlafen können wir den Tag angehen.



Naja nachdem die Auto Geschichte leider so erfolglos verlaufen ist, muss ein neuer Plan her. Wir wollen nach Toronto und da unser Glück versuchen. Viele Tipps und Karten begleiten uns auf der Fahrt nach Toronto. Gefahren wird das Auto aber weder von Bernd noch Beate, sondern von David.


Dienstag, 11. September 2018

Update Time

Hello there !
Wir sind jetzt schon 3 Wochen in Kanada und haben auch schon viel erlebt. Leider hatte ich bis jetzt einfach nicht die Zeit und Motivation wieder zu schreiben. Oft sitze ich mehrere Stunden an einem Blog Artikel: bis alle Bilder ausgewählt, Videos zugeschnitten und hochgeladen, Texte von Erik gegen gelesen werden und natürlich überhaupt der Text steht, vergeht also viel Zeit. 
Diese Zeit hatte ich in letztes Zeit nicht, zudem die letzten Artikel über Island auch hier entstanden sind, weil ja der Laptop kaputt war. 

Jetzt geht´s aber wieder los! (sagte er) 

Leider nicht direkt, aber dafür kommt ja dieser "Überbrückungsbeitrag".


Was bis jetzt passiert ist könnt ihr also bald lesen. Dafür der aktuelle Status jetzt schon: 


Läuft nicht. 

Viele Probleme keine Lösungen. 




Montag, 3. September 2018

Grindavík



In diesem Eintrag fasse ich die gesamte Reise nach Grindavik (guck ma auf die Karte wo wir lang gegangen sind) und auch wieder zurück zu zusammen. 

Was genau wir auf dem Weg alles gesehen und erlebt haben könnt ihr hier lesen. Das wird ein ziemlich langer Eintrag, solltest du den Faden verlieren oder nicht in einem rutsch alles lesen können, dann tut mir das leid. Nichts desto trotz hoffe ich, dass du unsere Reise mit Spaß verfolgen kannst. 

Wir haben einen Platz in Grindavik zum arbeiten – zumindest denken wir das – also laufen wir los. Der erste Tag ist hart und der Rucksack wiegt bestimmt 100 Kilo oder mehr. Also machen wir schön viele Pausen. Trotz dem wir um 5 Uhr erst losgegangen sind schaffen wir heute noch die 10 km Marke. Glücklich darüber, dass wir es soweit geschafft haben, schlagen wir unser Zelt in einem kleinen Park am Rande der Stadt auf und genießen noch etwas den Abend. 





Nach dem aufwachen packen wir zusammen und genießen erstmal bei einem sehr ausführlichen Frühstück das Wetter. Heute steht eine größere Tour an, wir wollen die 20 km schaffen. Wunderschönes Wetter begleitet uns und wir sehen keine Ausläufer der Stadt mehr. 

Die Sonne lächelt uns an und so machen wir erstmal ein Nickerchen auf dem herrlich weichen Moos. Der Weg (es gab keinen richtigen Weg…) führte uns zu einem Summer-Camp für Grundschulkinder mitten im Nirgendwo. Haha langer Weg kurze Geschichte zwei Kinder sind da gelandet wo sie hinwollten. Wir versetzen uns in die Kindheit zurück und befinden uns plötzlich in einem Piratenabenteuer, dabei genießen die tolle Landschaft. 

Wir haben aber die 20 km noch nicht geschafft, so dass wir weiter gehen. Erik findet das irgendwann nicht mehr so lustig und braucht noch mehr Pausen als am ersten Tag (man muss dazu sagen, dass wir quer-Feld-ein über eine riesige Lava-Mond-Landschaft gelaufen sind und dass auch echt anstrengend war). 



Übernachtet haben wir kurz vor dem National Park Reykjanesfólkvangur, der auch eins der UNSECO Weltkultureben ist. Über ein paar Berge hin zu dem See Kleifarvatn.

Am See entlang gehen wir weiter und stoßen auf eine große Filmcrew. Die eigentlich sehr enge Straße ist vollgepackt mit Catering, Garderobe und anderen Film Equipment. Auf eine Toilette müssen wir nicht desto trotz weiterhin warten, da wir ihre nicht benutzen dürfen… 




Der Tag endet mit schlechten Wetter an einer heißen Quelle, eher einem heißen Tümpel. Das zuvor nackt badende junge Pärchen haben wir allein durch unsere Anwesenheit verscheucht und so genießen wir die auf uns zu kommenden Wolken. Eigentlich ganz schön dumm von uns, weil wir nun weder unser Tagesziel erreicht haben, noch unser Zelt im trockenen aufbauen konnten. Der Regen ist so stark, dass wir wahrscheinlich keine ruhige Nacht haben werden. 



Schon Tag 4 von unserer langen Wanderung und es stehen noch 33km vor uns. Ihr so: „Pff das lauf ich zum warm werden vor dem Training“ Ich so: „Ja, also zwei Tage brauchen wir dafür schon noch“. Gesagt getan der letzte Tag vor erreichen der Stadt ist somit eingeleitet.
Durch das sehr schlechte Wetter stehen wir schon kurz davor unsere Reise in ein (hoffentlich für uns anhaltende) Auto zu verlegen.
Der Retter in der Not ist ein Abfluss Rohr, welches zum Glück nur im Frühling, wenn der Schnee schmilzt unter Wasserstrom steht. 


Die stürmische Nacht macht den Ort den wir, bedingt unserer Lust weiter zu laufen, abends gewählt haben nicht besser. Zum Glück sind es nur noch 8km bis nach Grindavik, die sich sehr angenehm gehen lassen. Kurz vor der „Stadt“ finden wir einen alten Steinbruch mit zurückgebliebenen Maschinen, die erstmal erkundet werden.(%%%)
Angekommen in Grindavik nutzen wir die erste Gelegenheit um eine heiße Schokolade zu genießen. 

Grindavik ist ein kleines Dorf, mit einer im Verhältnis mäßig großen Industrie (größtenteils Fisch). Mit etwas über 1 700 Einwohner jedoch für uns Deutsche winzig (alles was kleiner ist als Buchholz ist winzig). Der Weg war insgesamt 81 km lang und das eigentliche Erlebnis dieser Reise. Die eine Woche die wir nun hier gearbeitet haben ist nicht der Rede wert und bekommt nur die Bemerkung, dass Fisch stinkt aber lecker ist.


Der Rückweg steht an. Wir haben uns dazu entschieden nur einen Teil bis zur blauen Lagune zu gehen und dort dann eine Möglichkeit zum Mitfahren zu suchen. Der Weg ist nicht weit und wir brauchen nicht viel länger als 3 Stunden bis zur blauen Lagune. Auf dem Weg kommen wir an einem kleinen Wald vorbei der uns bei dem schönen Wetter etwas Schatten spendet  Die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit stellt sich allerdings als sehr schwer heraus.
Nach einer Stunde Leute ansprechen geben wir auf und machen uns wieder zu Fuß, mit dem Daumen raus, auf den Weg. Nicht sehr lange und wir haben unser verdientes Glück zurück. Ein deutsches Pärchen, welches leider zum Flughafen fährt(bisschen falsche Richtung), nimmt uns mit. Das bringt uns allerdings schon sehr viel weiter. Die große Verbindungsstraße vom Flughafen nach Reykjavik ist erreicht und von hier an geht´s sehr schnell nach Reykjavik. 


 Back into the hood.

Meine neue Uni und das Meer

Die erste Tour mit dem Van durch die Natur steht an und wir haben auch ein paar Zwischenziele auf dem Weg nach Boston, der ersten Stadt die ...